A3 -  Sauberer Bus- und 
Güterfernverkehr in Österreich

 
Kurzbeschreibung
 
Der Schwerlastverkehr mit Lkw und Bussen stellt derzeit etwa
20 % des gesamten Verkehrsaufkommens in Österreich dar. Die hierdurch entstehenden Emissionen haben aber je nach Schadstoff einen Anteil von bis zu 90% auf Transitrouten. Durch die zunehmende flächige Siedlungsstruktur mit Ausweitung der Ballungsgebiete über große Räume wird es zukünftig immer schwieriger den Gütertransport umweltfreundlich und nachhaltig zu gestalten. Bisherige Aktivitäten, schadstoffarme oder abgasfreie Fahrzeugantriebe für Schwerfahrzeuge einzuführen sind hauptsächlich auf Ballungsräume fokussiert. Ebenso steht häufig der Pkw im Mittelpunkt des Interesses, obwohl der Ersatz eines Schwerfahrzeugs durch die hohen jährlichen Kilometer-leistungen mehr als den zehnfachen Umwelteffekt erbringen kann.


In diesem Projektvorschlag sollen die Möglichkeiten und Ent-wicklungspotenziale des Einsatzes von extrem Schadstoffarmen Antrieben bis hin zur Null-Emission im Bus- und Güterfernverkehr
erarbeitet werden. Ein emissionsfreier Schwerverkehr ist nicht nur im Umfeld hochbelasteter Ballungszentren sondern auch auf längeren Distanzen von großer Bedeutung. Besonders seien der stark zunehmende Transitverkehrs und im speziellen der Alpen-transits, genannt.


Derzeit sind mehrere Aktivitäten in dieser Richtung vorhanden: Island möchte seinen öffentlichen Busverkehrt auf Wasser-stofftechnologie umstellen, In den USA wird an der Entwicklung leistungsfähigen Fernfahrzeugen für den Einsatz im Schwer-lastverkehr mit alternativen Kraftstoffen, wie flüssigem Erdgas oder Wasserstoff als sauberer Antrieb gearbeitet. Der emissions-arme, bzw. emissionsfreie Schwerlastverkehr hat günstigere Voraussetzungen für eine mittelfristige Einführung der
Technologien zur Umsetzung des emissionsfreien Betriebs, da einerseits kleinere Fahrzeugflotten betroffen sind und anderer-seits die höheren Investitionskosten durch die lange und intensivere Nutzung als beim Individualverkehr leichter aufzubringen sind.


Gemeinsam haben die meisten neuen, sauberen Fahrzeuge den Antriebstrang auf elektrischer Basis und damit verbunden, gänzlich geänderte Nebenaggregatskonzepte. Wie sich nun
dieses mögliche Design auf wichtige Konstruktionsmerkmale von Bussen oder Zugmaschinen auswirkt und welcher Bedarf zur Anpassung vom gesetzlichen Rahmenbedingen damit verbunden sein wird, ist eines der Kerngebiete der Studie.